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Aktuell

Confecta AG, Sitterdorf:
Nach Brand zur Normalität zurück

Am 3. Januar fing der erst 5-jährige Strom-/Hauptverteilerkasten des Fabrikgebäudes an der Amriswilerstrasse 82 aus bisher noch unbekannten Gründen Feuer. Die aggressiven Dämpfe der brennenden Kabel verursachten Schäden an Personen, Materialien und Räumlichkeiten. Alle acht unter Verdacht an Rauchvergiftung hospitalisierten Mitarbeiter der Confecta AG konnten das Spital innert 24 Stunden ohne gesundheitliche Schäden wieder verlassen. In aufwendiger Kleinarbeit werden derzeit sämtliche Räumlichkeiten, Maschinen und noch brauchbare Materialien von Russ und giftigen Staubpartikeln durch externe Spezialisten unter strenger, staatlicher Kontrolle gereinigt.

Dank rasch eingeleiteter Sofortmassnahmen durch unser Notfall-Team verfügen wir seit dem 6. Januar wieder über Strom und konnten die Arbeit somit in beschränktem Mass bereits wieder aufnehmen.
Seit dem 9. Januar sind die Büros voll besetzt, der Telefon- und E-Mail-Verkehr funktioniert. Die bisherigen Gesprächspartner stehen ab sofort wieder voll zur Verfügung. Die teilweise ausgelagerte Produktion wird laufend wieder in den ursprünglichen Produktionsräumlichkeiten aufgenommen. Aufgrund der gut voranschreitenden Aufräum- und Reinigungsarbeiten gehen wir derzeit davon aus, dass die Produktion ab Februar wieder praktisch zu 100 % laufen wird.

Alle seit dem Brandfall ausgelieferten Kabelkonfektionen werden staatlich geprüft. Damit ist Sauberkeit, Qualität und Funktionstüchtigkeit garantiert und gesundheitliche Bedenken können ausgeschlossen werden.
Mehr Sorgen bereitet uns die Materialbeschaffung. Sämtliches bei uns gelagertes Material wird durch unabhängige, neutrale Spezialisten (Chemiker und Versicherungsfachleute) geprüft und entschieden, ob es gereinigt oder entsorgt werden muss. Das nicht mehr brauchbare Material muss ersetzt werden. Dadurch wird der Materialnachschub für ausstehende Auslieferungen teilweise zum Problem. Für die entstehenden Lieferengpässe entschuldigen wir uns. Unser engagiertes Team wird proaktiv alles daran setzen, Lieferverzögerungen wo immer möglich durch raschen Nachschub zu vermeiden. Unseren Lieferanten danken wir für die vielen Spezialeinsätze.

Diese ausserordentliche Situation stellt uns alle vor grosse Herausforderungen und bescherte uns einen geschätzten Produktionsrückstand von einer bis zwei Wochen. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Partnern sind wir bestrebt, diese verlorene Zeit rasch wieder aufzuholen, um Sie baldmöglichst wieder vollumfänglich bedienen zu können.

Für das Verständnis unserer besonderen Lage und für die Geduld möchten wir uns im Namen all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz herzlich bedanken.

Gerne hoffen wir, dass wir unsere bisherige Zusammenarbeit mit unseren Kunden trotz oder vielleicht gerade aufgrund der gegebenen Umstände, weiterhin auf vertrauensvoller Basis pflegen dürfen.

Paolo Orlando
Geschäftsführer Confecta AG

 

Zeitungsartikel: Thurgauer Zeitung

 

Projekte

Meyer-Werft Papenburg: erster Auftrag aus dem Schiffbausektor zur Fertigung und Lieferung von Verteilerschränken für die Passagierkabinen und Crewkabinen. Diese Verteiler dienen zur Installation der Licht- und Steckdosensteuerung sowie der Video- und Audioversorgung in den einzelnen Kabinen.

Die Meyer-Werft wurde mit der Fertigung von drei Schiffen der AIDA-Klasse beauftragt, für diese Schiffe wird Confecta die Kabinenverteiler liefern. Das erste der drei Schiffe - die «AIDADIVA» wird am 3. März 2006 in der Meyer-Werft auf Kiel gelegt, d.h. es wurde mit der Montage des Schiffes begonnen.

Bombardier Talgo (Spanien)
Bombardier Dalion (China)

Bahn-Kabelsatz-Verkabelung
> DALIAN (China)
> KIRUNA (Schweden)
> Brüssel (Belgien)
> Phöenix (USA)
> FLIRT (Schweiz)

Tunnel-Kabelsatz-Verkabelung
> NEAT-Basistunnel (Gotthard)



 

Messen



 

Personelles



 

Berichte/Diverses

Confecta AG (Schweiz) hat ab 1. Juli 2010 die UL-Zulassung (UL-File E337416)

 

IRIS-Zertifizierung

Die Confecta-Gruppe (AG/GmbH/SAS) setzt sich seit einigen Monaten intensiv mit den IRIS-Anforderungen auseinander.

Iris steht für International Railway Industry Standard

Gefördert durch UNIFE und durch System-Integratoren und Gerätehersteller gestützt, beabsichtigt die internationale Bahnindustrie den international anerkannten Qualitätsstandard nach SN EN ISO 9001 zu ergänzen. IRIS ist die entsprechende Verlängerung von SN EN ISO 9001 für die Bahnindustrie.

Die UNIFE Initiative wird auf ähnlichen Qualitätsstandards bereits im Flugzeugbau, der Automobil- und der Lebensmittelindustrie modelliert.

IRIS beabsichtigt, einen international anerkannten Standard zu entwickeln, der den tatsächlichen Auswertungs-Prozess aufzeigt.

Nutzen

Die erfolgreiche Implementierung von IRIS verursacht eine Win-Win-Situation für System-Integratoren wie Gerätehersteller. Beide Partner profitieren von der Bescheinigung auf verschiedene Weise:

  • Qualität erhöht sich über die gesamte Versorgungsmaterial-Kette
  • Auswertung und Zustimmung der Gerätehersteller werden leistungsfähiger
  • Kosten für Hersteller und Lieferanten verringern sich
  • Komplette Daten und seine Zugänglichkeit werden verbessert

Die IRIS-Zertifizierung soll bei der Confecta AG Schweiz und Confecta GmbH Deutschland bis Mitte 2012 abgeschlossen sein.

 

Produkte